
Titel: Wie die Sterne über uns
Autorin: Evelyne Aschwanden
312 Seiten
Genre: Fantasy, Romance
ET: 18.06.2023
erschienen im Selfpublishing
Eines regnerischen Tages kommt Cedric Cobbett, Sohn des amtierenden Premieministers von Groß Britanntien, auf die kleine irische Insel Skerry – genauer gesagt, in ein Schutzhaus, in welchem Personen mit besonderen Fähigkeiten Zuflucht finden.
Die meisten waren in den Tagen nach der Veränderung schreckhaft und aufgelöst.
Evelyne Aschwanden (2023): Wie die Sterne über uns
Denn seit einiger Zeit gibt es immer mehr Menschen, die seltsame Kräfte entwickeln – sie nennen sich selbst Arkana und tragen einen Sternenhimmel in ihren Augen, wie nun auch der neu angekommene Cedric.
Umgeben von seinesgleichen fühlt der Cedric sich trotzdem absolut Fehl am Platz und sucht eine Lösung für sein „Problem“, will so schnell wie möglich wieder runter von der kleinen, idyllischen, ruhigen Insel und in sein altes Leben zurück. Doch geht das so einfach?
Das Buch liest sich sehr angenehm, Evelyne Aschwanden hat einen schönen Schreibstil. Sie bringt die Gefühlswelt ihrer ProtagonistInnen, allen voran Cedric und Martin, wirklich toll rüber und zeigt besonders gut Cedrics Zerrissenheit und Abscheu gegenüber seiner neuen Fähigkeiten. Er hadert mit sich und der Welt und mit allem, was die Arkana ausmacht.
Auch Martins Gefühlswelt und seine „Mission“, die anderen zu beschützen, werden toll dargestellt. Er vermittelt mir das Gefühl eines „einsamen Wolfes“, weil er alles immer selbst regeln will, die anderen beschützen und seine eigenen Probleme in sich hinein frisst. Aber ich empfand ihn als durch und durch sympathischen Menschen.
Der Cedric macht im Laufe des Buches eine tolle Verwandlung durch, vom sich selbst hassenden, zynischen, arroganten Mann hin zum Familienmensch. Trotzdem war es für mich ein bischen nervig, dass er immer mit allem alleine klar kommen wollte und Hilfe kaum oder nur sehr schwer angenommen hat.
Wer auf dieser Welt wäre schon verrückt genug, um einen Freak wie ihn zu lieben?
Evelyne Aschwanden (2023): Wie die Sterne über uns
Nichtsdestotrotz mochte ich die beiden Protagonisten sehr gerne, zwischen ihnen bestand eine tolle Chemie und sie haben sich gut ergänzt. Ihre aufkeimende Beziehung und ihre Sorgen und Ängste wurden schön dargestellt. Auch die anderen Figuren haben mir gut gefallen, jede und jeder war ein eigener spannender Charakter mit Stärken und Schwächen.
Einzig die Zeitspanne im Buch hat mich verwirrt zurück gelassen, denn es passiert so viel, der Cedric ist so lange auf der Insel, hadert mit sich, lernt die anderen kennen, lebt sich dann doch ein, dass ich das Gefühl hatte, er wäre bereits etwa ein Jahr dort. Doch am Ende wird erwähnt, dass die Handlung nur in einem Zeitraum von etwa drei Monaten spielt.
An manchen Stellen kam die Handlung sehr schnell voran, an anderen hat sie sich dafür etwas gezogen, alles in allem aber ein schönes Buch, mit vielschichtigen ProtagonistInnen und einer interessanten Rahmenhandlung, das ich gerne gelesen habe.
Klappentext: Willkommen auf Skerry, wo der Kuchen immer frisch ist und jeder Biss nach Magie schmeckt … Cedric Cobbett ist drei Dinge: arrogant, rücksichtslos und stinkreich. Als er nach einem Unfall plötzlich unerklärliche Kräfte entwickelt, steht sein Leben Kopf. Er muss London verlassen und findet Zuflucht auf einer abgelegenen, kleinen Insel im Irischen Meer. Hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint: Gegenstände bewegen sich wie von Geisterhand, Stürme ziehen aus dem Nichts auf und man munkelt, dass in klaren Vollmondnächten die Gestalt einer jungen Frau auf den Klippen zu erkennen ist. Während Cedric sich langsam an die Insel und ihre schrägen Bewohner gewöhnt, kommt er Martin immer näher – dem zurückhaltenden jungen Mann mit dem Sternenhimmel in den Augen und der geheimnisumwobenen Vergangenheit. Doch Cedric muss bald feststellen, dass es Dinge gibt, vor denen man nicht für immer weglaufen kann ……