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Sohn der Dämmerwölfin (Rezension)

Titel: Sohn der Dämmerwölfin
Autorin: Christina Krüger
412 Seiten
Genre: Fantasy
ET: 4.6.2023
erschienen im Selfpublishing

Bewertung: 5 von 5.

Rezensionsexemplar

Zunächst einmal möchte ich mich herzlich bei Christina Krüger für die Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplars bedanken. Das hat natürlich keinen Einfluss auf meine Bewertung.

Die Götter haben dich niemals verlassen, Askan. Sie haben dich auf diese Reise geschickt, um dich auf den Weg vorzubereiten, der vor dir liegt.

Christina Krüger: Sohn der Dämmerwölfin: S. 247

Das Aquillische Imperium hat die Macht im Land inne und gliedert immer mehr Völker in sein Reich ein. So kommt auch der Protagonist Askan als Siebenjähriger als Tribut der Kerusken ins aquillische Imperium, wo er zum Krieger ausgebildet wird und in zahlreichen Schlachten und Eroberungsfeldzügen mitkämpft. Eines Tages bekommt er einen Sklaven namens Kadir geschenkt, einen Elementaristen aus Zyrrien, und obwohl (oder gerade weil) er eigentlich keinen Sklaven haben will, behandelt er ihn gut und verspricht ihm, ihm nach einem Jahr die Freiheit zu schenken.

Auch Prinzessin Kleora stammt aus Zyrrien und soll als Tribut mit dem Kaisersohn der Aquilischen Imperiums, Octavian, verheiratet werden.

Die Erzählung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: vom Protagonisten Askan, von der Prinzessin Kleora und vom Sklaven Kadir, und spielt sich großteils in Aquila ab, welches viele Ähnlichkeiten mit dem römischen Reich hat. Dabei hat mir besonders die reflektierte Sichtweise der Protagonist:innen gefallen.

Askan, der als Tribut und aquillischer Held ein Leben im Adel führt, hinterfragt seine Stellung und das Imperium jedoch oft. Obwohl er es als Tribut quasi nicht besser hätte treffen können, hält er nichts von der Unterdruckung anderer Menschen und ist zu seinem Sklaven Kadir mehr als nur freundlich. Er ist bedacht und mutig, aber auch leidenschaftlich und gerecht.

Der Kadir hadert mit der Unterdrückung seines Volkes durch das Imperium und sorgt sich stets um seine (Kindheits-)Freundin Kleora,die als Tribut ebenfalls im Aquillischen Reich wohnt. Er zeigt große mentale Stärke, eigentlich durchs ganze Buch hinweg und beide Männer waren mir sehr sympatisch.

Prinzessin Kleora ist eine intelligente junge Frau, die sich in ihrer Rolle als Tribut einerseits und Frau des Kaisersohns des Aquillischen Imperiums andererseits in zwei Rollen widerfindet. diese trägt sie mit Stolz und ist darum bemüht, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und das beste für ihr Volk herauszuholen. Dabei findet sie einen (vielleicht) unerwarteten Verbündeten im Kampf gegen das Imperium.

Der Thronfolger Octavian, Kaisersohn des Aquillischen Imperiums, kam für mich zunächst recht unfähig, zu schüchtern und nicht durchsetzungsstark genug herüber. Im Laufe des Buchs und durch seine Heirat mit der Kleora, verändert sich sein Verhalten – er wird selbstbewusster, stärker und mutiger. Er wird nicht mehr von seiner Mutter unterdrückt und beginnt, eigene Entscheidungen zu treffen und für das einzustehen, was ihm wichtig ist.

Alle vier finden im Laufe der Geschichte ihre Rolle und wachsen an ihren Aufgaben.

Besonders schön waren auch die Beziehungen zwischen diesen vieren, die gegen gesellschaftliche Zwänge und gegen die Pläne ihrer Widersacher (denn die gibt es natürlich!) gedeien und an allen Widerständen, denen sie begegnen, wachsen.

Stürmisch und sinnlich zugleich raubte er Kadir den Verstand. Für einen Moment gefangen in der Ewigkeit, riss die feurige Explosion in Kadirs Kopf ihn fort und er verlor sich gänzlich im Feuer

Christina Krüger (2023): Sohn der Dämmerwölfin

Askans Entwicklung hat mir dabei am besten gefallen, auch wenn ich die anderen drei auch sehr gerne hatte, war er neben dem Kadir mein Liebling und ich fand es bewunderswert, wie er sich nach der Trennung von seiner Familie erst im aquillischen Heer eingliedert und dort zu Ruhm und Erfolgt kommt, dabei aber auch siene Wurzeln nicht vergisst und ein gütiger, liebevoller junger Mann bleibt.

Dieses Buch war meine erste römische Fantasy, hat mir aber sehr gut gefallen und lies sich angenehm lesen,mit interessanten Protagonist:innen und spannenden Storylines.

Klappentext: Der Fürstensohn Askan ist sieben Winter alt, als er seine Familie verlassen muss. Zur Wahrung des Friedens wächst er als Tribut im Aquillischen Imperium auf. Fünfzehn Jahre später kehrt er als frisch geweihter Ritter und berüchtigter Krieger in seine Heimat zurück. Als Teil des aquillischen Eroberungsfeldzugs hofft er, den Stämmen Frieden und Wohlstand zu bringen. Doch das Wiedersehen mit seiner Familie reißt alte Wunden auf. Die Zuneigung, die er für seinen geheimnisvollen Sklaven Kadir empfindet, verwickelt Askan in eine schicksalshafte Verschwörung. Bald muss er sich nicht nur fragen, auf welcher Seite er steht, sondern auch, ob die alten Götter mehr sind als bloße Legenden.
Eine Geschichte von Liebe, Freundschaft, Loyalität und Verrat – getrieben von der Frage: Wer bin ich und wer will ich sein?“

Mehr zu Christina Krüger erfahrt ihr auf ihrer Homepage und auf Instagram.

4 Gedanken zu „Sohn der Dämmerwölfin (Rezension)“

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