Allgemein, Hot Topic: Selfpublishing

„Mein Buch als Selfpublisher herauszugeben, bedeutet für mich vollkommene Unabhängigkeit und Eigenständigkeit.“ – ein Interview mit Clarissa Bühler

Vor kurzem habe ich Clarissa Bühler über ihr Buch Wechselbalg interviewt – dieses Interview könnt ihr natürlich auf meinem Blog nachlesen. Heute gibt es einen zweiten Teil unseres Interviews – diesmal zum Thema Selfpublishing. Viel Spaß beim Lesen 🙂

Wieso hast du dich dazu entschlossen, deine Bücher im Selfpublishing zu veröffentlichen?

Dieser Schritt war eigentlich nicht geplant. Ich hatte natürlich – wie wohl jede Autorin – davon geträumt, eines Tages von einem Verlag entdeckt zu werden und dann meine Geschichten in Printausgaben herauszugeben. Das ist aber leider nicht so gekommen: Obwohl ich mehrere Verlage angeschrieben habe, hatte keiner Interesse an meinem Manuskript.

Nun gibt es wohl nichts Schlimmeres für einen Autoren, als nicht gelesen zu werden. Also habe ich die Möglichkeit von Amazon wahrgenommen, mein Buch als E-Book herauszubringen. Dadurch liegt es zwar nicht in der Form vor, die ich eigentlich geplant hatte, aber wenigstens ist es für die Öffentlichkeit zugänglich und kann gelesen werden. Ich möchte mich dadurch Schritt für Schritt weiter „hocharbeiten“, frei nach dem Motto: Wenn kein anderer mir dabei hilft, muss ich es eben selber machen! 🙂

Ich finde toll, dass man heutzutage die Möglichkeit hat, sein Buch auch ohne Verlag herauszubringen, denn ich glaube, jedes Buch hat seine Leser:innen. Ich finde am SP-Bereich gerade schön, dass es so viele Bücher gibt, die nicht dem Mainstream folgen und einen als Leser:in mal andere Geschichten erleben lassen. Was uns zur nächsten Frage bringt: Was bedeutet Selfpublishing für dich?

Mein Buch als Selfpublisher herauszugeben, bedeutet für mich vollkommene Unabhängigkeit und Eigenständigkeit. Ich bin auf niemanden angewiesen und treffe alle Entscheidungen selbst. Ich muss nicht die Korrekturen einer Lektorin hinnehmen, mit denen ich nicht einverstanden bin; ich bekomme kein Titelbild oder Layout aufgedrückt, das mir nicht gefällt, sondern kann alles vollkommen selbst gestalten.

Anfangs glaubte ich, der Weg des Selfpublishings sei „minderwertig“ im Vergleich zur Veröffentlichung bei einem Verlag. Im Laufe des Prozesses habe ich aber entdeckt, dass er mit so viel mehr Gestaltungsfreiräumen einhergeht. Mein Buch fühlt sich dadurch noch viel mehr als „meins“ an, als wenn ich das Manuskript an einen Verlag übergeben hätte.

Wie gefällt dir die Arbeit mit Blogger:innen?

Den Austausch habe ich als sehr spannend und bereichernd erlebt! Ich bin dadurch mit sehr vielen netten Menschen in Kontakt gekommen und habe viele tolle Websiten zu sehen bekommen. Es ist immer wieder sehr spannend, zu lesen, wie andere Menschen mein Buch empfinden, welche Wirkung es auf sie hat, was ihnen daran gefällt und was nicht. Für diesen Prozess und die Unterstützung, die ich durch Blogger*innen erfahren habe, bin ich sehr dankbar.

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