Die vielen tollen Selfpublisher:innen, die ich durch meine Bloggertätigkeit bereits kennenlernen durfte, erzählen mir oft ein immer wiederkehrendes Problem: Sichtbarkeit. Wie soll man es neben Giganten wie Großverlagen, Bestsellerlisten und Amazonalgorithmen schaffen, Leser:innen auf sich und sein Buch aufmerksam zu machen?
Herausforderungen für SPler:innen
- Amazon dominiert den Buchmarkt, aber sein Algorithmus belohnt nicht automatisch Qualität – sondern Verkäufe, Bewertungen und Keywords.
- Ohne Verlag fehlt der Zugang zu klassischen Vertriebskanälen: Buchhandlungen, Rezensionsexemplare für Medien und Blogger:innen, Literaturpreise sind allesamt schwieriger zu erreichen.
- Social Media – der große Zeitfresser: Viele Selfpublisher:innen betreiben ihre Autor:innenprofile allein, meist nebenberuflich, und versuchen neben Job und Privatleben ansprechende, spannende und regelmäßige (wenn nicht sogar tägliche) Posts zu kreieren. Dabei werden wahrscheinlich oft sogar mehrere Kanäle bespielt, vielleicht auch noch eine Website aktuell gehalten, das braucht Zeit und Muße.
- Fehlendes Marketingbudget: Jemand, der seine Bücher nach Feierabend und wenn das Essen gegessen und die Kinder im Bett sind, schreibt, hat (meist) kein Geld für Werbeanzeigen – und damit auch kaum Reichweite. Denn auf vielen Social Media Plattformen wird Sichtbarkeit „erkauft“.
- Algorithmen bevorzugen Altbewährtes: Wie oben bereits erwähnt, hat es jede:r, der/die neu ist oder „aus der Reihe tanzt“, schwer, überhaupt wahrgenommen zu werden.
Und was können wir als Leser:innen und Blogger:innen tun?
- Ehrliche Rezensionen auf den Plattformen veröffentlichen, denn so finden Bücher die passenden Leser:innen (und man hilft dem Algorithmus)
- LovelyBooks, GoodReads usw.: Dort verhilft man Selfpublisher.innen mit Sternen und kurzen Kommentaren zu mehr Sichtbarkeit.
- Social-Media-Erwähnungen, sei es in Reel, ein Insta-Post oder eine Story: alles hilft beim Sichtbarwerden.
- Interviews machen und Selfpublisher:innen die Möglichkeit geben, selbst und in eigenen Worten von ihren Büchern zu erzählen.
- SP-Bücher bewusst in Challenges, Lesemonaten oder Themenwochen integrieren, denn das gibt ihnen zusäätzliche Sichtbarkeit (neben bspw. Rezensionen). Ich persönlich führe auch sehr gerne Interviews mit Selfpublisher:innen.
- SP-Titel, die gefallen, teilen, zeigen, taggen usw. – für mehr Sichtbarkeit und Herz für Selfpublisher:innen.
