Allgemein, Diverser buchiger Content, Zitatezauber

Lieblingszitate aus „Die kleine Nymphe“ von Ann Kathrin Wasle

Die kleine Nymphe von Ann-Kathrin Wasle lebt an ihrem Weiher und fragt sich, wo ihr Fluss den bloß hin fließt, wenn sie ihn nicht mehr sieht. Wird er größer? Gelangt er gar einmal ins Meer? Als die alte Weide nun ihren letzten lebendigen Ast verliert, nimmt ihn die kleine Nymphe und macht sich mit ihm auf die Suche nach dem Meer. Gemeinsam mit einem kleinen Fledermauser trifft sie auf ihrer Reise viele fremde Gestalten und merkt, dass vielleicht manchmal der Weg das Ziel ist.

Mit glänzenden Augen saß die kleine Nymphe da, die Arme um ihre Knie geschlungen, und lauschte den Worten des alten Baums.

Alle Flüsse suchen das Meer, oder sie glauben es jedenfalls. Aber die Frage ist nicht, ob sie es am Ende erreichen. Die Reise ist es, die jeden Fluss einzigartig macht.

Ich habe es dir doch gesagt, jeder Fluss kann nur einen Begleiter haben. Was dachtest du denn – dass dein Fluss einen anderen Strom in sich aufnehmen würde, ohne dass es dich verändert?

Er ist jetzt ein Teil von mir, nicht wahr?

In diesem Gang wucherten die leuchtenden Algen so zahlreich, dass die Nymphe jeden Stein und jeden Winkel erkennen konnte.

Die kleine Nymphe schluckte ihr Staunen herunter. „Der Sommernachtstanz der Leuchtkäfer“, flüsterte sie. „Deine Großmutter hatte recht – es ist einmalig.“

Hinterlasse einen Kommentar