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Zitate aus Charlotte A. Meyers „Esther Königin von Persien“

Charlotte A. Meyer schreibt Romane über Frauen der Bibel und verbindet in ihren Büchern die biblische Überlieferung mit historischen Hintergründen, um ein ganzheitliches Bild jener Frauen zu machen, die in der Bibel ihre kleinen und größeren Auftritte haben. Sie schreibt geschichten über Frauen, die in fremden Welten leben und sich doch Fragen stellen, die bis heute relevant sind.

Auf ihrer Website und in ihren Büchern teilt sie spannende und erstaunliche Geschichten. Heute habe ich Zitate aus Esther Königin von Persien für euch.

Esra antwortet nicht. Der Angstschrei eines Mädchens schneidet seine Worte ab. Mein Zorn verfliegt. Angst steigt in mir auf. „Was stand in dem Erlass?“, flüstere ich.

Auf einmal fühlte Hegai Mitleid mit der jungen Frau. „Wie heißt du?“, fragte er.
Ein seltsamer Ausdruck huschte über ihr Gesicht, vielleicht ein kurzes Zögern. Doch ihre Stimme klang ruhig, als sie antwortete: „Mein Name ist Esther.“

Habe ich mich verändert und an das Palastleben angepasst? Mordechai wäre enttäuscht von mir. „Ich bin Hadassa. Eine Jüdin.“ Ich flüstere die Worte kaum hörbar in die Nacht.

Er hebt mein Kinn mit seinen Fingern an, so dass ich ihn anschauen muss. „Du brauchst keine Angst haben, Esther“, sagte er ruhig.

Sie hob den Kopf von den Knien und schaute den Eunuchen ratlos an. „Warum bin ich Königin? Wäre eine andere an meiner Stelle, würde sich nichts ändern.“

Memuchan sah, wie Hegai unmerklich das Gesicht verzog. Diese Worte hätte er also nicht hören sollen. „In der Sprache meines Volkes …“ Was für ein Volk? Warum war es so ein großes Geheimnis?

„Ich bin die Königin von Persien, aber ich gehöre nicht zum persischen Volk. Von meinem eigenen Volk bin ich getrennt. Ich gehöre nirgends dazu.“

Wie alle anderen am Hof hatte Samira die Romanze und Dramen um König und Königin mitverfolgt. Sie kannte das Gerücht, der König würde diese Frau mehr lieben als alle anderen, und nun war sie geneigt, dem zuzustimmen.

Haman starrte Seresch an, als sähe er sie zum ersten Mal. „Das bedeutet aber …“
Seresch beendete den Satz mit bleichen Lippen und eiserner Entschlossenheit: „Wenn du das Problem ausrotten willst, musst du die Juden ausrotten.“

„Er will, dass ich zum König gehe? Aber er weiß doch, dass das den sicheren Tod bedeutet!“

Mit einer Handbewegung brachte die Königin die Gruppe zum Stehen. „Danke für eure Begleitung“, sagte sie und nickte zum Eingang des Thronsaales hin. „Von hier an gehe ich alleine.“

Ich hebe meine zitternde Hand und zeige auf Haman. Sein Gesicht ist vor Angst verzerrt, er hat die Situation längst begriffen. „Der Feind, der uns alle vernichten will, ist Haman!“

Niemand sollte so eine schwere Verantwortung alleine tragen müssen, dachte Samira bedauernd. „Meine Königin, einen Erlass mit dem Siegel des Königs von Persien kann man nicht rückgängig machen.“

„Mein Kind ist tot!“ Sereschs Stimme gellt über den Hof. „Sie haben alle meine Söhne getötet! Seht her! Sie haben ein wehrloses Kind umgebracht!“

Er versucht den Namen auszusprechen, doch ich lege einen Finger auf seine Lippen. „Hadassa gibt es nicht mehr. Nur Esther.“

In meinem Inneren herrscht Frieden, obwohl ich nicht weiß, was morgen kommen wird.

Mehr über Charlotte A. Meyers Bücher findet ihr unter frauen-der-bibel.de/

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