
Titel: Bucht der Engel. Als Sophie verschwand
Autorin: Daniela Brezing
297 Seiten
Genre: Krimi
ET: 16.7.2026
erschienen im Selfpublishing
Geschenk
Sophie ist 18, gerade mit der Schule fertig, und genießt gemeinsam mit ihren besten Freundinnen Jana und Nadine einen unbekümmerten Sommerurlaub in Nizza an der Côte d’Azur – nur Sonne, Strand und Lebensfreude. An ihrem letzten Abend geht sie noch einmal mit ihren Freundinnen feiern, tanzt, lacht – und ist wenige Stunden später spurlos verschwunden.
Was als sorgloser Sommerurlaub für Sophie begann, wird für ihre Eltern schon bald zum Albtraum. Wie findet man eine 18-jährige, die spurlos verschwindet? Wie sucht man jemanden in einer Stadt, deren Sprache man nicht spricht und in der man niemanden kennt?
Das Buch hat mich sofort angesprochen – wahrscheinlich wegen unseres Namens, den ich mir mit der Hauptperson Sophie teile – und hat mich durch seine Handlung gefesselt und bei sich behalten.
Innerhalb von 48 Stunden habe ich Bucht der Engel. Als Sophie verschwand verschlungen, das sich nicht nur um das Verschwinden einer jungen Frau dreht, sondern besonders um das Drumherum: die Dynamiken zwischen Freundinnen, Familie, Fremden und Behörden. Die Angst, die Eltern Dinge tun lässt, die sie selbst nicht für möglich gehalten hätten. Die Hoffnung, die mit jedem Tag schwindet. Und die große Frage: Was ist wirklich geschehen, als Sophie verschwand?
Daniela Brezings Schreibstil gibt dieser fesselnden und spannenden Handlung einen interessanten Gegenpol, denn trotz des aufreibenden Themas, ist ihr Stil ruhig, schön, geradezu ergreifend. Die Autorin schafft es, die Gefühlswelt aller Protagonist:innen so greifbar zu machen, als wäre man mittendrin dabei in Nizza auf der Suche nach Sophie.
Ich hatte wilde Vermutungen, was mit Sophie passiert ist – die ich hier nicht verraten möchte, um das Ende nicht zu spoilern. Nur so viel sei gesagt: Das Ende hat mich getroffen, überrumpelt und doch hoffnungsvoll zurück gelassen. Ich habe mit allem gerechnet – nur damit nicht.
Besonders die Suche einer Mutter nach ihrem Kind und einer jungen Frau, die einfach ihre Leben feiern will, hat mich sehr berührt. Dieses Buch bietet ein ganzes Spektrum an Gefühlen: von Partylaune und Urlaubsfeeling, über Spannung und Rätselraten, bin hin zu einem Ende, das alles auf den Kopf stellt.
Ein tiefgründiger und bewegender Roman über eine junge Frau, Freundschaft, Familie, Verlust und Hoffnung.
Klappentext:
Nizza, im Juli. Das warme Ende eines Sommers, ein letzter Abend mit Freundinnen im vollen Club – und mitten in dieser Leichtigkeit verschwindet Sophie.
Sophie ist achtzehn und mit ihren Freundinnen an der Côte d’Azur. In einer Nacht verlässt sie den Club vor den anderen, um nach Hause zu fahren. Danach fehlt von ihr jede Spur. Die Ferienwohnung ist leer, ihr Gepäck verschwunden. Für die Polizei ist der Fall rasch abgeschlossen: eine Erwachsene, die gegangen ist, ohne sich zu verabschieden. Ihre Eltern sehen das anders. Doch wie sucht man einen Menschen in einer Stadt, deren Sprache man kaum spricht und in der man keine Seele kennt?
Was dann beginnt, ist kein Fall, sondern ein Ausnahmezustand. Zwischen fremden Behörden und fremden Gesichtern, zwischen einem Anruf, auf den sie hoffen, und einem, den sie fürchten, wird das Warten selbst zur Zerreißprobe – für Marie und Fritz, für ihre Ehe, für alles, was sie einander bedeutet haben. Jeder Tag ohne Nachricht treibt sie tiefer in das Unerträglichste hinein: nicht zu wissen, ob sie ihre Tochter noch suchen oder schon betrauern müssen.