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Plötzlich Shakespeare (Rezension)

Titel: Plötzlich Shakespeare
Autor: David Safier
315 Seiten
ET: 2010
Genre: Humor

Bewertung: 3.5 von 5.

Nach Aufgetaut, Happy Family und Muh ist Plötzlich Shakespeare mein mittlerweile viertes Buch von David Safier. Diesmal verschlägt es uns zusammen mit der Protagonistin Rosa in ihr früheres Leben – und zwar ins England des 16. Jahrhunderts und in den Körper von William Shakespeare. Hier muss Rosa herausfinden, was die wahre Liebe ist, denn erst dann darf sie zurück ins 21. Jahrhundert und in ihren eigenen Körper. Gute Voraussetzungen für eine spannende Reise.

Wer kennt es nicht: die verlassene Frau vermisst ihren Ex und tut deshalb die seltsamsten Dinge. So wie Rosa, die zu Beginn des Buches unbedingt ihren Exfreund wieder haben will – der aber dummerweise schon mit einer anderen verlobt ist. Das hält sie jedoch nicht davon ab, ihr Glück bei ihm zu versuchen, ihr bester Freund Holgi ist dabei stets an ihrer Seite. Rosa ist zu Beginn – wie sie selbst schonungslos zugibt – ein Klischee, die typische Protagonistin einer jeden Liebesschnulze und eines jeden Frauenromans. Dass das leicht nervig ist, ist klar, dass genau das aber gewollt ist, auch: Denn es legt den Grundstein für eine etwas andere, wirklich abenteuerliche (Liebes-)Geschichte.

So findet sich die Protagonistin nach dem Zusammentreffen mit einem Magier namens Prospero mir nichts, dir nichts im Körper eines Mannes wieder: Und zwar keinem geringeren als William Shakespeare! Doch wie soll sie im Körper eines Mannes im 16. Jahrhundert ihre wahre Liebe finden? Noch dazu, wo Shakespeare nicht gerade begeistert ist, seinen Körper mit einer Frau zu teilen. Wie soll sie wieder in ihre eigene Zeit kommen? Wird sie ihre besten Freunde je wieder sehen? Wird sie die wahre Liebe finden?

Während Rosa also in Shakespeares Körper festsitzt, überlegt sie fieberhaft, wie sie wieder in ihre Zeit – und ihren Körper – zurückkommt. Und auch der draufgängerische Shakespeare muss damit klarkommen, dass eine Frau nun seinen Körper kontrolliert. So versuchen die beiden, sich zusammen zu raufen und Rosa wieder in ihren Körper zu verfrachten. Nebenbei muss Shakespeare nur noch ein neues Stück schreiben, den Mann seiner Geliebten davon abhalten, ihn umzubringen und die Frau in seinem Kopf irgendwie loswerden – doch will er das überhaupt?

Fazit: Zu Beginn war mir die Rosa eher unsympathisch, sie wollte ihren Ex nicht loslassen und war wirklich ein wenig anstrengend. Ich konnte mich nicht so gut mir ihr „anfreunden“, daher stammt auch mein Sterne-Abzug. Allerdings war das ja auch gewollt und es hat nicht lange gedauert, bis sie sich mit Shakespeare den Körper teilen musste. Ab da war das Buch wirklich lustig und spannend, denn ob und wie sie die wahre Liebe findet hat mich besonders unter dem Aspekt beschäftigt, dass sie während der Handlung entweder gerade im falschen Jahrhundert oder im falschen Körper war. Rosas bester Freund Holgi war immer mit Humor zur Stelle, um sie zurück auf den Boden der Tatsachen zu holen und war für sie, durch alle Zeiten hinweg, ein wahrer Freund. Dazu die herrlich unterhaltsamen Wortgefechte zwischen Rosa und Shakespeare, Lügen und Verstrickungen im englischen Königshaus und dazu Shakespeare selbst, der auch mit allerlei Problemchen zu kämpfen hatte. Lesen oder nicht lesen? Ja! Das ist hier keine Frage!

Klappentext: Zwei sind einer zu viel! Wenn Mann und Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt!

Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt. In den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert: William Shakespeare. Wir schreiben das Jahr 1594, und Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausgefunden hat, was die wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte.

3 Gedanken zu „Plötzlich Shakespeare (Rezension)“

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