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Mieses Karma (Rezension)

Titel: Mieses Karma
Autor: David Safier
283 Seiten
ET: 2008
Genre: Humor

Bewertung: 3 von 5.

Um nicht zu viel zu verraten, das Ende dieses Buches hat mir nicht wirklich gefallen. Ich habe mir etwas anderes erhofft. Allerdings erinnert mich das Buch ein wenig an die Serie Drop Dead Diva (2009-2014), wo das Model Deb Dobkins nach ihrem Tod im Körper der wie sie verstorbenen, übergewichtigen Anwältin Jane Bingum landet und ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen will (die Serie mochte ich sehr gerne und die Geschichte von Mieses Karma an sich fand ich auch interessant).

Mieses Karma handelt von der ehrgeizigen und hart arbeitenden Fernsehmoderatorin Kim Lange, die am selben Tag, an dem sie den Deutschen Fernsehpreis verliehen bekommt, von den Trümmern einer russischen Raumstation getötet wird.

Im Jenseits angekommen sagt man ihr, dass sie in ihrem Leben sehr viel schlechtes Karma angehäuft hat und schwupps findet sich Kim am Boden der Tatsachen wieder: als Ameise. Das findet die eher oberflächliche, ehrgeizige Kim natürlich überhaupt nicht toll und beschließt, sich auf der Reinkarnationsleiter nach oben zu arbeiten.

Die Idee der Reinkarnation, sowie der Tatsache, dass Menschen nach ihrem Tod das wiederfährt, woran sie zu Lebzeiten geglaubt haben, hat mir sehr gefallen. Ich finde das ein spannendes (und gerechtes) Konzept, und so wird die Last unter den Oberhäuptern der Religionen auch gut aufgeteilt 😉

Kim selbst war mir zum Ende hin recht sympathisch, allerdings war sie zu Beginn sehr von sich selbst eingenommen und hat erst mit der Zeit gelernt, nicht mehr so egoistisch und oberflächlich zu sein. Diese Entwicklung fand ich gut, allerdings dauert es sehr lange, bis Kim merkt, dass sie wahrlich selbstlos sein muss, um gutes Karma zu sammeln, und nicht durch gute Taten aufsteigt, die ihr selbst den meisten Nutzen bringen.

Bewunderswert fand ich auch, wie ihr Ehemann, als Witwer und Vater einer kleinen Tochter, zurecht kommt. Obwohl natürlich alles aus Kims Sicht gezeigt wird, schafft er es, sich und seiner Tochter ein gutes Leben zu bereiten und versucht, mit dem Verlust klarzukommen. Allerdings geht es Kim auch hier zu Beginn vor allem darum, ihr Leben wieder zu bekommen und nicht so wirklich um das seelische Wohlbefinden ihrer Familie. Gut, dass sie viele Leben lang Zeit hat, ihre Sicht aufs Leben zu überdenken 😉

Fazit: Eine unterhaltsame Geschichte, bei der man der Protagonistin dabei zusieht, wie sie versucht, gutes Karma zu sammeln, bei mir kam jedoch erst sehr spät Sympathie für Kim auf. Interessante Neben- und Hauptcharaktere und eine witzige Buchidee, aber ich konnte nicht wirklich mit der Protagonistin mitfühlen und ich habe ein anderes Ende erwartet und erhofft.

Klappentext: Wiedergeburt gefällig? Nichts hat sich Moderatorin Kim Lange mehr gewünscht als den Deutschen Fernsehpreis. Nun hält sie ihn triumphierend in den Händen. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mieses Karma gesammelt hat. Die Rechnung folgt prompt. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, mit sechs Beinen, Fühlern und einem wirklich dicken Po: Sie ist eine Ameise! Aber Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Was tun? Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleister wieder aufwärts geht!

2 Gedanken zu „Mieses Karma (Rezension)“

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