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Ein Interview mit Petra P. Hasler

Petra Priska Hasler ist eine österreichische Autorin, genauer aus der Steiermark, und lebt dort zusammen mit ihrem Partner und vielen vierbeinigen Gesellen. Die Natur ist ihre größte Motivationsqualle, erzählt sie auf ihrer Homepage, und das merkt man auch in ihren Büchern: die Natur spielt hier eine große Rolle, sie wird wunderbar beschrieben und nimmt viel Einfluss auf die Handlung. Ich habe bisher ihr Werk Der Herzschlag einer anderen Welt gelesen (mehr Informationen dazu findet ihr bei meiner Rezension und meiner Zitatesammlung) und zuhause wartet noch ihr Buch Die Töchter der ersten Mutter auf mich. Ich wünsche euch viel Spaß mit unserem Interview – und schaut doch auch mal bei Petras Homepage www.pphasler.com vorbei 🙂

Du hast im Herbst dein drittes Buch, deine fünfte Veröffentlichung, herausgebracht: Der Herzschlag einer anderen Welt! Erzähl uns doch mal, worum es darin und was dich zu der Geschichte inspiriert hat.

Es geht um die Autorin Ana, die die Idee zu einem neuen Fantasyroman hat und fieberhaft daran zu schreiben beginnt. Plötzlich stehen die Schurken ihrer Geschichte leibhaftig vor ihr und zerren sie mit in die Welt ihres Manuskripts. Inspiriert hat mich ein Moment an einem See. Dieser Augenblick kommt im Roman sogar sehr ähnlich vor. Ich stand mit meinem Hund Carlos am Ufer, in der Nähe der Ruine einer alten Burg. Der Augenblick hatte etwas Mystisches. Der Nebel, die Ruine … Solche Dinge inspirieren mich immer sehr. Ohne jede Vorwarnung drängte sich mir die Idee zu einer Geschichte über eine Autorin, die in ihre eigene Buchwelt gerissen wird, auf. Ich hatte ein Notizheft mit und schrieb mir ein paar Stichworte dazu auf. In dem Moment hörte ich Krähen krächzen. Sie flogen an der Ruine vorbei und gaben meiner Geschichte eine neue Richtung.

In diesem Buch gibt es auch Magie – die natürliche Magie, die in den Bewohnern der Welt steckt und eine Art Elementarmagie ist, und die vernünftige Magie, die die Menschen in einer magischen Mühle herstellen. Kannst du uns ein bisschen mehr über die Magie deiner Welt erzählen?

Die natürliche Magie gilt als unberechenbar, gefährlich und ist mittlerweile gefürchtet und verpönt. Das magische Pulver hingegen, die sogenannte „vernünftige“ Magie, wird von den Menschen selbst hergestellt, sie ist vergänglich und gilt als kontrollierbar. Allerdings hat auch sie ihre Tücken. Manche Menschen werden regelrecht süchtig nach dem Pulver. Und um das Pulver herzustellen, bedarf es einer gewissen Zutat, von der das Volk nichts weiß. Außerdem ist das magische Pulver hauptsächlich den Adligen vorbestimmt, was die Spaltung der Gesellschaft zusätzlich vorantreibt.

Deine zwei Protagonistinnen Arithmene und Ana kommen aus unterschiedlichen Welten und müssen allerhand Abenteuer bestehen. Was, denkst du, verbindet die beiden, und was unterscheidet sie?

Ich denke, ihre Wünsche und Sehnsüchte verbinden sie. Beide sehnen sich nach einem Gefühl von Heimat, nach Verbundenheit und Glück – und auch nach etwas Magischem. Was sie auf jeden Fall unterscheidet, ist ihre Fähigkeit, Vertrauen zu fassen. Dies gelingt Ana relativ schnell. Manchmal vielleicht zu schnell. Arithmene hingegen ist sehr misstrauisch, hält sich lieber von Menschen fern und flieht vor ihren Problemen, während Ana sich mitten in sie hinein stürzt. 😉

Wie viel von dir selbst steckt in deinen Protagonistinnen Ana und Arithmene?

Ich glaube, in jeder meiner Figur steckt ein wenig von mir selbst. Mit Ana verbindet mich vor allem die Liebe zu Geschichten und der Drang zu schreiben, auch die Art und Weise, wie sie die Welt wahrnimmt. Mit Arithmene vor allem die Zurückgezogenheit und auch die Abneigung dagegen, das zu tun, was andere von ihr erwarten. 🙂

Was würdest du deinen Hauptfiguren raten oder sagen, wenn du sie treffen könntest?

Das, was ich jedem raten würde: Hör niemals auf zu träumen.

Beschreibe dein Buch Der Herzschlag einer anderen Welt bitte in 3 Worten.

Dazu nehme ich jetzt die 3 Worte, die auch der Wortschattenverlag zur Beschreibung gewählt hat, denn sie passen so gut:

Magie. Welten. Geschichtenerzählerin.

Hast du eine Lieblingsstelle in Der Herzschlag einer anderen Welt? Wenn ja, welche?

Gar nicht so leicht, aber besonders gern geschrieben und später auch gelesen, habe ich die Stelle, in der sich Loriel, Patricia und Ana aufmachen, um das Krähenamulett zu stehlen und vor die Königin treten.

Wie bist du denn überhaupt zum Schreiben gekommen und welche Themen sind dir in deinen Büchern wichtig?

Ich habe es immer schon geliebt, mir Geschichten auszudenken und mir auch tatsächlich meine ersten Freundinnen im Kindergarten durchs Geschichtenerzählen geangelt. Als ich dann endlich schreiben konnte, war das großartig für mich, weil ich so die Ideen dauerhaft festhalten konnte. Themen, die immer wieder in meinen Büchern vorkommen, sind Sehnsüchte und Träume, Seelenverbundenheit, Natur und Mystik und manchmal auch Süchte und andere Schatten.

Du beschreibst die Umwelt in deinen Büchern Der Herzschlag einer anderen Welt und Die Töchter der ersten Mutter sehr anschaulich – was fasziniert dich so an ihr?

Mich faszinieren die Kraft der Natur, ihre vielen Gesichter und Lebewesen und auch das Gefühl, das mir die Natur gibt. Ich kann gar nicht anders, als von meiner Umwelt inspiriert zu werden und sie dadurch auch in meine Geschichten einzubauen. Durch meine Tiere verbringe ich jeden Tag einige Stunden im Freien und diese Zeit ist für mich gleichermaßen Auszeit wie Inspiration.

Welches ist denn dein Lieblingsbuch? Und warum?

Es fällt mir immer schwer, nur ein Lieblingsbuch zu nennen, weil ich schon so viele tolle gelesen habe. Die Nebel von Avalon finde ich großartig, auch die Reihe von Das Rad der Zeit. Sehr geliebt habe ich auch Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde.

Was meine eigenen Bücher betrifft: Ich liebe alle meine Buchbabys aber am meisten ans Herz gewachsen ist mir tatsächlich Der Herzschlag einer anderen Welt. Das liegt vor allem an den Figuren und vielleicht auch daran, dass es mein erstes Buch ist, das wirklich nur einen Teil hat.

Es ist zwar gerade erst dein letztes Buch erschienen, aber arbeitest du bereits an einem neuen Projekt bzw. gibt es schon Pläne?

O ja, ich stecke schon mittendrin. Die zweiten Teile von Elbenohr und Die Töchter der ersten Mutter sind gerade in Bearbeitung und dazu habe ich mich auch noch in die Idee einer mehrbändigen High-Fantasy-Reihe verliebt, in der die vier Elemente eine wichtige Rolle spielen werden.

Wow, das klingt spannend! Dann wünsche ich dir alles Gute für deine weiteren Bücher und danke dir vielmals für das schöne Intervie 🙂

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