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Die Märchenhochzeit fällt aus (Rezension)

Titel: Die Märchenhochzeit fällt aus
Autor: David Pawn
241 Seiten
Genre: Märchenadaption
ET: 27.2.2021
herausgegeben im Selfpublishing

Rezensionsexemplar

Bewertung: 4.5 von 5.

Isabell von Rosenthal, weithin bekannt als Dornröschen (was ihr im Übrigen gar nicht passt), wurde von ihrem Prinzen, Gregor von Aquimera, wachgeküsst und soll ihn nun heiraten. Doch nachdem sie nach 100 Jahren Schlaf in einer komplett neuen Welt aufgewacht ist, sich das Volk in ihrer Abwesenheit selbst organisiert hat und ihre Eltern in ihre repräsentativen Rollen hineinwachsen müssen, will die Isabell erst mal ihre Jugend auskosten, die Welt sehen – und bestimmt nicht einen Wildfremden heiraten. Darum flieht sie in der Nacht vor der Hochzeit kurzerhand aus dem elterlichen Schloss und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.

Ihr Verlobter, Prinz Gregor, hat die Isabell jedoch aus Liebe wach geküsst und ist von ihrer Flucht schwer getroffen. Deshalb begibt er sich kurzerhand selbst auf die Suche nach seiner großen Liebe. Und so beginnt eine turbulente Reise, sowohl für die Prinzessin, als auch für den Prinzen Gregor, denn in der neuen Welt warten Abenteuer, Gefahren, Diebe und Räuber – und vielleicht auch die Liebe?

Die Geschichte von Dornröschen hat ihre Kreise gezogen und so gibt es inzwischen einen florierenden Toursimus in Rosenthal, dem die Isabell nicht viel abgewinnen kann, hat sie doch nichts anderes getan, als zu schlafen. Insgesamt fand ich Isabell von Rosenthal sehr authentisch, sympathisch und ihren Wunsch, die Welt zu sehen, statt zu heiraten, absolut nachvollziehbar. Mit 18 (oder 118) Jahren hat sie den Großteil ihres Lebens verschlafen und dabei gibt es außerhalb der Schlossmauern so viel zu entdecken.

Isabell ist ein liebenswerter, abenteuerlustiger Charakter, mit modernen Denkansätzen und Ideen für ihr Königreich. Ihre Reise durch die Ländereien rund um ihr Königreich ist abenteuerlich und lustig zu lesen. Mir hat der Perspektivwechsel zwischen ihr und dem Prinzen sehr gut gefallen, weil man so die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln erlebt, sowas finde ich immer toll.

Auch der Prinz Gregor war mir sehr sympathisch, auch wenn die Isabell ihn nicht heiraten will, so ist er sehr um sie bemüht, und er versteht auch, dass sie gerne mehr von der Welt sehen möchte, als den Schlossgarten.

Ein besonderes Highlight waren für mich all die Nebencharaktere, egal ob Räuber, Fee, gemeines Volk, sie alle haben eine Extraportion Humor in die Geschichte gebracht und Dornröschens Reise umso spannender gestaltet.

Mir hat auch super gefallen, dass die Isabell sehr emanzipiert, eigenständig und willensstark ist und sich nicht einfach ihr Leben bestimmen lassen will. Sie hat viele Fähigkeiten, die ihr auf ihrer Reise helfen und lernt noch einiges dazu, das aus ihr auch eine gute Herrscherin machen könnte – wenn sie das denn will.

Alles in allem eine richtig schöne, wirklich lustige Geschichte mit sympathischen, irgendwie „echten“ Charakteren – besonders zu empfehlen für Fans von Märchen und Märchenadaptionen.

Zum Autor: David Pawn hat schon in der Schule angefangen, Geschichten zu schreiben. 2013 hat er dann das Selfpublishing für sich entdeckt und seitdem 18 SP-Titel und 4 Verlagstitel herausgebracht. Die Idee mit einer Märchenadaption kam ihm spontan, als er sich die Frage stellte, was wäre, wenn Dornröschen den Prinzen gar nicht wollte. Hier geht’s zu David Pawns Instagramprofil und zu seiner Homepage.

Klappentext: Dornröschens großer Tag ist gekommen. Sie wird den Prinzen, der sie wachgeküsst hat, heiraten. Einziges Problem: Sie will nicht. Erstens hatten sie kaum Zeit, einander kennenzulernen, und zweitens will sie nach hundert Jahren Schlaf erst einmal ihre Jugend auskosten. Deshalb flieht sie aus dem Schloss und in ein abenteuerliches Leben hinein. Aber Prinz Gregor hat sie aus Liebe von ihrem Fluch erlöst. Deshalb schwingt er sich auf sein Ross und folgt ihr, um sie erneut zu retten. Diesmal vor den Folgen ihrer eigenen verrückten Einfälle.Ein heiter-beschwingtes Märchen für alle die Romantik lieben.

8 Gedanken zu „Die Märchenhochzeit fällt aus (Rezension)“

  1. Erinnert mich doch ein klein bisschen an meine kleine Akira aus Ghost Team Six, die nicht verheiratet werden sondern Abenteuer erleben will.
    Review liest sich gut, vielleicht werf ich mal einen Blick drauf.

    Gefällt mir

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