Allgemein, Liebesroman, Rezensionen

Flockenkuss (Rezension)

REZENSIONSEXEMPLAR

Ich bedanke mich bei Stefanie Brunswick für die Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplars ihres Romans Flockenkuss. Dies hat keinen Einfluss auf meine Meinung genommen.

Titel: Flockenkuss
Autorin: Stefanie Brunswick
171 Seiten
Genre: Roman, Weihnachtsroman
erschienen am 18. Oktober 2021

Bewertung: 4 von 5.

In Flockenkuss erleben wir mit der Rezeptionistin Sarah, die in einem Münchener Hotel arbeitet, einen besonderen Advent. An ihrer Rezeption checkt sie täglich Gäste ein und aus und als großer Weihnachtsfan freut sie sich schon, denn bald steht der Nikolausumzug mit ihrem Vater bevor, bei dem sie jedes Jahr als Weihnachtself dabei ist.

Dann checkt eines Tages ein neuer Gast im Hotel ein, der nicht gerade Weihnachtsstimmung verbreitet: Ben Hansen ist ein vielbeschäftigter Geschäftsmann, der bei ihrer ersten Begegnung nicht gerade mit Freundlichkeit glänzt und seine schlechte Laune gleich mal an der Sarah auslässt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten raufen sich die beiden jedoch zusammen und merken, dass sie sich von früher kennen. Können sie einen Neuanfang schaffen?

Neben den beiden Hauptcharakteren gibt es noch einige Nebencharaktere, hauptsächlich Sarahs Freunde, Familie und Kollegen, die den Alltag im Hotel zusätzlich turbulent gestalten.

Das Setting von Flockenkuss im verschneiten München hat mir sehr gut gefallen. Ich mag München sehr gerne und durch Stefanie Brunsicks Szenenbeschreibungen von Christkindelmärkten, Punschständen, dem ersten Schnee und der schönen, ruhigen Atmosphäre, die dieser mit sich bringt, konnte ich mich in die Handlung einfühlen. Im Hotel geht es auch weihnachtlich zu, es gibt Kekse und auch einen Nikoloumzug (bei dem nicht alles läuft, wie geplant) das hat mir gut gefallen. Ich denke auch, dass sich das Buch zur Weihnachtszeit nochmal anders liest, als jetzt im Oktober und so ganz ohne Weihnachtsstimmung rundherum.

Auch der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm, leicht und flüssig und ich war mit dem Buch relativ flott wieder fertig. Die Geschichte hatte auch einen guten Verlauf, ohne zu viel unnötiger Nebenhandlung, aber mit liebenswerten Nebencharakteren, die mir fast gänzlich gefallen haben.

Obwohl ich auch die Protagonistin Sarah sehr sympathisch fand (auch ich liebe Weihnachten, Kekse, Christkindelmärkte und bin jemand, der ständig Weihnachtsmusik hört, oder in der winterlichen Stadt mit einem Punsch spazieren geht), hat mich der Ben genervt.

Er war zunächst ein sehr unsympatischer Gast, hat sich über alles und jeden beschwert und der Sarah ihre Arbeit auch nicht gerade einfacher gemacht. Dass sich die beiden zusammenraufen war absehbar, schließlich sind sie die Hauptcharaktere der Geschichte. Als sie dem Ben sagt, wie unsympathisch sie ihn am Anfang fand, entschuldigt er sich für sein Verhalten und er und die Sarah kommen sich näher. Doch leider konnte er meine Sympathien nie ganz bekommen. Das lag daran, dass der Ben einerseits einige Geheimnisse mit sich herumträgt, andererseits lernen wir ihn als jemanden kennen, der sehr von sich selbst überzeugt ist und sein eigenes Verhalten (anderen gegenüber) überhaupt nicht reflektiert. Was ich aber wieder gut fand, war, dass auch die Sarah genau das gestört hat und sein schlechtes Benehmen auch angesprochen hat. Im Nachhinein betrachtet hat die Autorin ein sehr gutes Bild von einem Menschen gezeichnet, der sich selbst einfach unwiderstehlich findet und daher auch, für mich, so unsympathisch war.

Super gefallen hat mir widerum, dass die Sarah dem Ben Paroli geboten hat und so eine durchwegs sympathische Protagonistin war (und dazu muss ich sagen, dass mich vor allem die Darstellung von Frauen in romantischen Romanen oft die Augen verdrehen lässt).

Das weihnachtliche Setting war wunderschön, die Weihnachtsstimmung im Hotel ansteckend und besonders die Sarah und ihre Freunde und Familie haben es mir angetan. Der Ben hingegen hat sich zwar sehr um die Sarah bemüht, war mir aber dabei immer etwas zu mysteriös und hat sich auch alle Karten offen gelassen. Zum Ende will ich natürlich nichts verraten, muss aber sagen, das mir Sarahs Verhalten hier wieder sehr gut gefallen hat, wie das ganze Buch hindurch, sie ist eine sehr sympatische Protagonistin.

Fazit: Eine sympatische, unperfekte Protagonistin, Bens etwas präpotentes Auftreten hat nicht nur die Sarah unsympathisch gefunden. Ich habe sehr geschwankt, wie viele Sterne ich vergeben will, da aber der große Minuspunkt für mich der Ben und nicht die Story an sich oder die Protagonistin war, und ich zudem annehme, dass die Autorin ihren männlichen Protagonisten absichtlich und somit sehr gut so gestaltet hat (immerhin wird er schon im Klappentext „Meckermuffel“ genannt 😉 ), vergebe ich vier Sterne, denn der Ben macht die weihnachtstypische Scrooge-Wandlung durch, die ein Klassiker dieses Genres ist. Alles in allem ist Flockenkuss für Fans von Weihnachtsromanen absolut zu empfehlen!

Klappentext: Voller Vorfreude fiebert Sarah der Weihnachtszeit entgegen. Als Rezeptionistin eines Münchener Fünf-Sterne-Hotels sieht sie jeden Tag verschiedene Menschen kommen und gehen, kümmert sich um deren Wehwehchen, erfüllt ihre Wünsche. Alles Routine. Doch dann checkt der mürrische Gast Ben Hansen ein und bringt Sarah ziemlich aus dem Konzept. Obwohl ihr der Meckermuffel eigentlich egal sein könnte, weckt er ihr Interesse. Zwischen Apfelpunsch und Zimtsternen kommen sich die beiden näher und genießen die Stadt, die in einen dicken, weißen Schneemantel gehüllt ist. Schon bald lassen sie sich auf zarte Küsse unterm Flockenhimmel ein. Doch ist Ben der Richtige für Sarah? Und wie ernst meint er es mir ihr? Eine zuckersüße Liebesgeschichte, die dich in Weihnachtsstimmung versetzen soll. Glühwein- Weihnachtsmusik- und Flockenzaubergarantie.

Infos: Mehr über Stefanie Brunswick und ihre Bücher findet ihr hier.


8 Gedanken zu „Flockenkuss (Rezension)“

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