Allgemein, Liebesroman, Rezensionen

Zitronengelb (Rezension)

Titel: Zitronengelb – Liebe am Ende der Welt
Autorin: Stefanie Brunswick
598 Seiten

Bewertung: 4 von 5.

Eine Mischung aus Reiseroman und Liebesgeschichte.

Zu Beginn des Buches lernen wir die Protagonistin Lena kennen, die gerade darauf hinarbeitet, zum Senior Consultant befördert zu werden. Gleichzeitig ist sie glücklich mit ihrem Freund Daniel und plant mit ihm eine gemeinsame Zukunft. An ihrem 29. Geburtstag trifft sie sich mit ihren besten Freundinnen und dabei verrät ihr ihr Horoskop, dass bald eine große Reise ansteht, die ihre Welt verändern wird.

Bald erfährt man, dass sie vor Jahren schon einmal eine sehr intensive Beziehung hatte, über die jedoch kaum einer ihrer Freunde oder ihr Freund Bescheid wissen. Darum beginnt sie, ihren besten Freundinnen von ihrer Jahre zurückliegenden Reise ans andere Ende der Welt – nach Australien – zu erzählen, von türkisen Ozeanen, staubigen Wüsten und einer Liebe, die sie nie vergessen konnte.

Als sie nach der Schule einen work and travel Aufenthalt in Australien macht, lernt sie den Iren Jamie kennen. Die beiden verbringen bald jede freie Minute miteinander und für beide ist es die große Liebe. Inmitten von atemberaubender Natur kommen sie sich näher und planen bald eine gemeinsame Zukunft.

Doch ihre Pläne bedrohen die junge Beziehung – während der Jamie in Australien sesshaft bleiben möchte, um dort in und an der Natur zu arbeiten, plant die Lena in ihrer Heimat Deutschland zu studieren und hat große berufliche Pläne. Zudem ist ihre Familie in ihrer alten Heimat und die zeitliche und räumliche Distanz nagen an ihr.

Schließlich geht die Lena zurück nach Deutschland, um dort zu studieren – jedoch mit dem Plan zurück zu ihrem Jamie zu gehen. Die Zeit vergeht und die Distanz ist eine harte Beziehungsprobe. Zwischen zwei Welten gefangen und nirgendwo richtig glücklich fragt sich die Lena auch Jahre später noch, ob ihre Entscheidung die richtige war. Und dann holt die Vergangenheit sie wieder ein…

Zitronengelb spielt grob auf zwei Zeitebenen, was mir sehr gut gefallen hat: einerseits folgt man der Lena in der Gegenwart, wie sie ihre beruflichen Ziele erreicht und schließlich von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, andererseits spielt der zweite Erzählstrang in Lenas Vergangenheit, in der sie mit 19 Jahren nach Australien gereist ist und sich dort in das Land und einen Mann verliebt hat. Die Geschichte überspannt eine Zeit von neun Jahren.

Mich hat die Geschichte sehr mitgerissen, ich fand die Beschreibungen von Australien und der Natur, der Gegend, toll, Lenas Reise war super beschrieben und ich hab richtig Lust auf Strand und Meer bekommen. Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch. Die Lena ist eine aufgeweckte, stets gesellige und lustige Person, der es nie schwerfällt, neue Leute kennen zu lernen, und so lernt sie bald den Jamie kennen und trifft ihn daraufhin immer wieder, sie verstehen sich auf Anhieb. Im Zuge der Geschichte werden alle vor viele Herausforderungen gestellt, dabei hat Steffi Brunswick die Gefühle und Gedanken der Protagonisten toll beschrieben.

Die verschiedenen Zeitebenen, in denen die Geschichte spielt, haben mir auch gut gefallen. Ich mag solche Geschichten, denn es werden nicht sofort alle Zusammenhänge klar, trotzdem erfährt man nach und nach, welche Geschehnisse zu welchen Ereignissen geführt haben. Dass die Geschichte lange Zeit als Rückblende erzählt wird, schließlich aber ab einem gewissen Punkt in der Gegenwart landet und man ab da mit der Protagonistin „live“ ihre Erlebnisse mitbekommt, hat der Erzählung zusätzlich Spannung gegeben.

Die verschiedenen Zeitebenen und der Perspektivwechsel, machen das Buch spannungsgeladen, süß und turbulent – mit diesen drei Wörtern würde ich auch die Protagonistin beschreiben, die mir durchwegs sehr sympathisch war.

Ich fand es interessant, dass oft Zufälle, Missverständnisse oder andere „Kleinigkeiten“ diese zwei Menschen, die sehr viele Gemeinsamkeiten und eine große Liebe füreinander hegen, davon abgehalten hat, zusammen zu sein, sie jedoch trotzdem immer gekämpft haben. Außerdem waren mir beide Protagonisten immer sehr sympathisch und haben einfach ehrlich gewirkt und versucht ihr Leben zu meistern.

Einzig und allein das Ende des Buches hat mich nicht wirklich überzeugt, im Verhältnis zu all den großen Gefühlen, der Sehnsucht und der Abenteuerlust, die im Buch vorherrschen, war das Ende meiner Meinung nach zwar nett, aber irgendwie hätte ich mir einen größeren „Knall“ erwartet. Irgendwie war es dann einfach… aus. Trotzdem hatte ich schöne Lesestunden und habe das Buch innerhalb weniger Tage ausgelesen.

Ich habe von Steffi Brunswick bereits Flockenkuss rezensiert und sie damals auch zu ihrem Buch interviewt, das Interview findet ihr hier.

Klappentext: „So hattest du das nicht geplant.“ „Stimmt. Aber Pläne sind Pläne und das Leben ist das Leben. Es passiert, egal wie viele Pläne man macht.“

Während ihrer Reise durchs ferne Australien lernt Lena den charismatischen Iren Jamie kennen. Eine zarte Romanze beginnt. Zusammen teilen sie aufregende Erlebnisse und reisen zu den schönsten Orten. Bald ist klar: Es ist die große Liebe. Sie träumen denselben Traum, doch ihre Pläne für die Zukunft könnten verschiedener nicht sein. Lena will zurück nach Deutschland, um ihr Studium zu beginnen. Jamie möchte in Australien sesshaft werden. Die Umstände, Missverständnisse und Schicksalsschläge reißen sie auseinander. Auch lange Zeit später ist die eine Frage immer noch allgegenwärtig: Was wäre, wenn …

Wie weit würdest Du gehen, um verlorenen Träumen nachzujagen?

Blau und salzig. Rot und staubig. Heiß und tropisch.

Tauche ein, in eine Geschichte von der großen Liebe, verlorenen Träumen und dem atemberaubenden roten Kontinent selbst: Australien.

5 Gedanken zu „Zitronengelb (Rezension)“

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