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Lindenherz – 824 Jahre durch die Zeit (Rezension) oder: Das Buch der 824 Theorien

Titel: Lindenherz – 824 Jahre durch die Zeit
Autorin: Tala T. Alsted
686 Seiten
Genre: Zeitreise-Roman

Rezensionsexemplar

Bewertung: 5 von 5.

Vor Kurzem habe ich Tala T. Alsted durch unsere gemeinsame Leidenschaft – Bücher und das Lesen – kennen gelernt und konnte nun ihr Buch Lindenherz 824 Jahre durch die Zeit als Rezensionsexemplar lesen, wofür ich mich hier gleich mal herzlich bedanken möchte. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine Meinung genommen.

Zunächst zum Inhalt: Die etwa achtzehnjährige Katharina entdeckt in den Ferien einen alten Spiegel im Haus ihrer Großmutter, der sie sehr fasziniert. Um ihn sich näher anzusehen geht sie ganz nah ran – und findet sich plötzlich in einem Wald im inneren des Spiegels wieder! Dort trifft sie auf Johann von Rowenstein und stellt fest, dass der Spiegel sie ins Jahr 1198 bringt – also über 800 Jahre in die Vergangenheit!

Von nun an will die Katharina herausfinden, was es mit dem Spiegel auf sich hat: wie funktioniert der Spiegel? Was weiß ihre Großmutter über diese Spiegelwelt in ihrem Haus? Außerdem haben sowohl der Johann als auch sie das Gefühl, sich zu kennen. Doch woher? Und was weiß dieser Mann im Spiegel, mit den eisblauen Augen, über sie? Es beginnt eine fesselnde Suche nach Antworten und ein Kampf gegen die Zeit, denn durch den Spiegel zu gehen ist gefährlich und bleibt nicht ohne Folgen…

Ich liebe Zeitreisegeschichten und als ich von Lindenherz erfahren habe, war ich sofort interessiert. Ich finde es jedes Mal wieder spannend, auf welche Art man in der Zeit reisen kann – bei Lindenherz ist es der alte Spiegel von Katharinas Großmutter, durch den sie in die mittelalterliche Version ihres Ortes kommt, zur Burg Grünfels. Ein großer alter Spiegel als Zeitreiseportal ist eine tolle Idee und fällt in einem Haus wie dem ihrer Großmutter auch nicht weiter auf.

Tala T. Alsteds Erzählstil hat mir sehr gut gefallen: unaufgeregt, trotzdem mit Spannung, reist man durch die Geschichte. Die Erzählung ist unkitschig schön. Trotzdem wird die mittelalterliche Welt so real beschrieben, mit vielen fantastischen, aber auch allen ekligen Details. Bei manchen Details in der mittelalterlichen Welt war ich ein wenig schockiert, genauso wie die Katharina selbst manchmal, jedoch entspricht die Beschreibung einfach den Tatsachen darüber, was man über das Mittelalter weiß, weshalb es die ganze Geschichte nur authentischer gemacht hat. Trotzdem gab es ein, zwei Szenen, für die ich wohl zu zartbesaitet bin^^.

Wirklich toll hat mir die Entwicklung sowohl von der Katharina, als auch vom Johann gefallen. Beide müssen damit klar kommen, die Welt beinahe 1000 Jahre vor bzw. nach ihrer Zeit hautnah zu erleben oder kennenzulernen und das kann doch ganz schön schockierend sein. Die beiden haben jeweils einen gut ausgearbeiteten Charakter ihre eigenen Stärken und Schwächen und ich hatte echt das Gefühl, mit den beiden das mittelalterliche Grünfels und auch die beiden sehr gut kennenzulernen. Beide lernen dazu und müssen sich gegenseitig helfen, dieses Zusammenraufen war super zu lesen. Die anderen Nebencharaktere waren auch sehr gut gezeichnet – und die „Bösen“ waren einfach so richtig unsympathisch (wie es sich gehört).

Dazu war das Rätsel um den Spiegel, um die Vergangenheit von Katharinas Familiengeschichte und ihrer Großmutter so spannend und hat mich enorm gefesselt! Ich und mein Freund, mit dem ich viel über das Buch gesprochen habe, hatten wahrscheinlich etwa 824 Theorien darüber, was es mit der Spiegelwelt auf sich hat, was in der Vergangenheit passiert ist, das zu den Ereignissen in Katharinas Zeit führt, in welchem Verhältnis der Johann und die Katharina wirklich stehen und warum den Männern der Familie immer etwas Schlimmes passiert ist (was genau erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest).

Fazit: Ich war schon lange nicht mehr so gefesselt von einem Buch und habe so dem weiteren Verlauf der Handlung entgegengefiebert. Auch wenn ich nicht der größte Mittelalter-Fan bin, hat mich dieses Buch ehrlich begeistert und ich würde es am liebsten gleich nochmal lesen!


Mehr über Tala und ihre Welt der Bücher findet ihr auf wortlicht.blog und auf Instagram.

Klappentext: Katharina entdeckt ein sonderbares Phänomen: Im alten Spiegel im Haus ihrer Großmutter Edi sieht sie einen geheimnisvollen Wald. Genau hier existiert ein Loch in der Zeit, das sie 824 Jahre in die Vergangenheit und wieder zurück bringt. In dieser mittelalterlichen Version des Ortes begegnet ihr Johann. Von Anfang an fühlt sie sich zu ihm hingezogen, obwohl er ihr fremd und gleichzeitig sonderbar vertraut erscheint. Immer mehr Rätsel drängen sich ihr auf: Warum versteht sie seine Sprache? Was verheimlicht ihr Edi? Und welche Rolle spielt der Mann mit den eisblauen Augen? Es droht bereits Gefahr, als Katharina herausfindet, wie eng alles mit ihrer eigenen Familiengeschichte zusammenhängt.

Hier seht ihr das bezaubernde Cover von Lindenherz nochmal in Großformat:

15 Gedanken zu „Lindenherz – 824 Jahre durch die Zeit (Rezension) oder: Das Buch der 824 Theorien“

  1. Liebe Sophie,
    ich freu mich RIESIG über deine Rezension! Toll, dass du so mitgefiebert hast und was für ein schönes „Spiegelbild“ du dazu geschossen hast. Steht der Spiegel bei dir zu Hause? Und wenn ja, siehst du darin auch manchmal einen Wald? 😉 Mich hat ein alter Spiegel zu der Geschichte inspiriert, der hatte etwas Magisches an sich und die Vorstellung, dass er mal nicht das Spiegelbild zeigen könnte, finde ich überhaupt ganz aufregend…
    Darf ich dich mit deiner Rezension zitieren?
    Ganz liebe Grüße und danke fürs Lesen und Rezensieren!
    Tala

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    1. Liebe Tala,
      Oh, danke 🤩 Der Spiegel ist eigentlich ein altes Tablett, das wir zuhause haben 😂 hat sich sehr angeboten, weil es einen schönen Rahmen hat und so toll spiegelt. Bis jetzt habe ich noch keinen Wald darin gesehen – aber ich habe es auch das erste Mal als Spiegel benutzt – heißt ich müsste öfter reinschauen 😀 Alte Spiegel haben überhaupt etwas Magisches, das ist wahr! Du darfst mich natürlich gerne zitieren!
      Liebe Grüße,
      Sophie

      Gefällt mir

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